Hotz Gerd

Der Samichlaus begleitet uns im Leben

Wenn ich zum Samichlaus und Schmutzli mit jemandem ins Gespräch komme, gibt es meist reiche Erzählungen. Da habe ich den Nachbarn als Samichlaus erkannt (mit denselben Augen und Stimme wie der Ueli). Oder da hat mir der Schmutzli Angst gemacht. Da vergass ich mein Gedicht, versteckte mich hinter dem Ofen oder der Mutter. Doch der Besuch des Samichlaus’ bleibt lebenslang in Erinnerung – lebt in uns weiter.
Auch mit Samichläusen und Schmutzlis, die das schon jahrelang machen, gibt es wunderbare Geschichten. Ein Kind schaut aus dem Fenster und fragt den Samichlaus, warum er aus dem Auto aussteige und den Esel nicht dabeihabe? Ja, der Esel hat halt eine Lungenentzündung …

Der hohe Besuch in den vorweihnachtlichen adventlichen Tagen gehört zur Tradition, die auch im Wandel ist. Von einer kontrollierenden, angstmachenden Figur wandelt sich der heilige Mann zum grossen Geschenkbringer – doch mit Mandarinen und Nüssen geben sich manche Kinder nicht zufrieden. Den Nuggi muss man auch nicht mehr dem Schmutzli geben. Aber Gedichte und Lieder, Kinderzeichnungen und erwartungsvolle Augen sind geblieben – bis ins hohe Alter. Tief in uns. Es bleibt die Konkurrenz zum Coca-Cola-Weihnachtsmann – doch der ist ja nicht echt.

So freuen sich viele Kinder, Erwachsene und auch Ältere auf diesen Besuch und denken: «War ich auch wirklich brav?»

Gerd Hotz, Katholische Kirche Kehrsatz und Wabern

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